Für viele Häuslebauer ist der Bau ihres Eigenheims häufig die grösste Investition im Leben. Doch es gibt immer mehr schwarze Schafe bei den Bauunternehmen, die Aufträge annehmen, Leistungen vereinbaren und sich diese bereits im Vorfeld bezahlen lassen. Plötzlich gehen die Bauunternehmen jedoch insolvent oder hatten gar nicht vor die Leistungen zu erbringen, und der Bauherr ist plötzlich in einer finanziellen Notsituation, häufig sind auch noch die Familie und Verwandschaft der Häuslebauer von der Insolvenz des Bauunternehmers betroffen.
Um betrügerischen Praktiken der Unternehmen, oder schlicht um die Leistungsfähigkeit der ehrlichen Unternehmen besser einschätzen zu können, möchte die Schufa den Bauherren zukünftig helfen und die erforderlichen Auskünfte liefern. Da die Schufa ein privates Unternehmen ist und gewinnorientiert arbeitet, kostet eine solche Einschätzung bzw. Auskunft der Schufa zu einem Bauträger eine Gebühr.
Die Dienstleistung lässt sich die Schufa mit 28,50 Euro vergüten. Dafür gibt es Daten wie Adresse, Branche, Zahlungserfahrungen und Geschäftszahlen oder sogar mögliche zurückliegende Insolvenzen. Im Vergleich zu den anderen Kosten, die beim Hausbau anfallen ist dies kein hoher Betrag. Aber auch die Banken, die Darlehen für Neubauten geben, interessieren sich für diese Informationen, weil das Geld nur dann gut angelegt ist, wenn der Bauherr das Darlehen auch wieder zurückzahlen kann.
Die Kooperation direkt mit Banken und Immobilienfinanzierern wird angestrebt um die Verbreitung des Produkts zu fördern und auch die Sicherheit für alle Beteiligten bei den finanziellen Fragen zu erhöhen.
Die Schufa wurde 1927 gegründet und war bisher ausschließlich für Unternehmen tätig. Doch seitdem Konsumenten ein Recht auf Auskünfte zu ihren Schufaeinträgen zugesprochen wurde, denkt die Schufa darüber nach wie sie sich den Verbrauchern weiter öffnen und passende Dienstleistungen anbieten kann.
Im Banksektor hat die Schufa bei Bonitätsauskünften einen Marktanteil von rund 95%, das hat natürlich auch Auswirkungen auf Kreditangebote, die ohne Schufa angeboten werden. Wegen der nicht pauschal prüfbaren Bonität fallen die Kosten, also primär die Zinsen höher aus, oder es werden Zusatzklauseln für Versicherungen gefordert um entsprechend hohe Kredite zu vergeben.
Immerhin hat die Schufa die Daten von etwa 66,2 Millionen Personen und knapp 4 Millionen Unternehmen gespeichert. Die Datenbank beinhaltet dazu noch Angaben zu über 17 Millionen Krediten.
Wenn Sie Ihre Daten einsehen möchten können Sie kostenlos eine Schufa-Selbstauskunft einholen oder sich einen Account bei der Schufa anlegen und jederzeit nach Ihren Daten sehen, inklusive einer vereinfachten Übersicht Ihres Scorings.




