Kaufbelege und Fotos von Wertsachen erleichtern die Erstattung bei Einbruch-Diebstahl

Einbruch-Diebstahl häufiger als erwartet

Bild: chanpipat/ FreeDigitalPhotos.net

Wertvolle Gegenstände in Haus und Wohnung sollten dokumentiert werden. In Deutschland schlagen Einbrecher mehr als 140.000 Mal im Jahr zu. Dabei wird die Wohnung durchwühlt, die Digital- oder Spiegelreflexkamera und Armbanduhren sowie Bargeld gestohlen. Glücklich kann sich schätzen, wer dann eine entsprechende Hausratversicherung hat, die zumindest für die finanziellen Schäden aufkommt. Doch es gibt eine Voraussetzung, der Bestohlene muss beweisen können, die entwendeten Wertsachen auch besessen zu haben. Dazu ist z.B. die Vorlage eines Kassenbelegs nötig um den Wiederbeschaffungswert von der Versicherung zu bekommen. Weiterhin ist es sehr ratsam das wertvolle Eigentum zu fotografieren um einen zusätzlichen Beweis zu haben.

Damit das ganze auch Sinn macht, ist es wichtig die Fotos, Quittungen und Kassenbons an einem sicheren Ort, selbstverständlich getrennt von den Wertsachen, aufzubewahren und natürlich ohne einen Hinweis darauf wo man die Gegenstände dazu gelagert hat. Sollten Geschädigte keine ausreichenden Beweise für die Existenz der Wertgegenstände vorzeigen können, kann die Versicherung die Zahlung einer Entschädigung verweigern, dann hätte man man genauso gut auf eine entsprechende Versicherung verzichten können.
Selbst bei Erbstücken und Schnäppchen vom Flohmarkt oder aus dem Internet sind die Versicherten in der Beweispflicht. Selten hat man für diese Stücke einen Beleg, diesen sollte man sich in Form von Zertifikaten von unabhängigen und zertifizierten Gutachtern erstellen lassen. Bei Schmuck und Münzen kann schon ein Juwelier helfen, und bei alten Möbeln, Bildern und Porzellan ist der richtige Ansprechpartner ein Antiquitätenhändler oder Kunstexperte um den Wert schätzen und dokumentieren zu lassen.

Tipps um sicher zu gehen

  • Die Originalbelege oder entsprechende Kopien können bei Verwandten oder in einem Bankschließfach hinterlegt werden, das gibt auch Schutz vor Verlust, falls es zu einem Brand kommt. Die Kopien können auch auf einem Online-Speicher im Internet hinterlegt werden.
  • Sehr teure Gegenstände werden von Versicherungen oft nur dann ersetzt, wenn diese in einem Tresor oder Bankschließfach gelagert wurden.
  • Rechnungen sollten auch über die Garantiezeit hinaus aufgehoben werden um einen Nachweis zu haben.
  • Mittlerweile gibt es Apps für Smartphones und Tablets mit denen der Kassenzettel fotografiert und der Barcode gescannt werden kann, damit lassen sich alle wichtigen Informationen zu einem Gegenstand speichern.
  • Zwar ist auch Bargeld über die Versicherungen abgedeckt, jedoch nur dann, wenn es im Tresor liegt, oder bis zu einer vertraglich festgelegten Summe, die selten über 1500 Euro liegt.

Quelle: R+V